Hochgeschwindigkeitstriebzug Baureihe 407

Im Jahr 2008 wurde die Geschichte der ICE-Flotte weitergeschrieben. Die DB bestellte bei Siemens 15 Züge des Typs "Velaro D". Bald darauf im Jahr 2011 benötigte die DB einen weiteren ICE, um einen schadhaften älteren Zug zu ersetzen, weswegen ein weiterer Velaro bestellt wurde. Da es bei Siemens zu Verzögerung in der Fertigung der bestellten Fahrzeuge kam, traten Sanktionen in Kraft, die bewirkten, dass Siemens noch einen 17. Velaro für die DB fertigen musste, allerdings kostenlos. Bevor die DB Velaro-Züge bestellte, erhielt Siemens schon ähnliche Aufträge aus China, Spanien und Russland. Bei den Velaro D-Zügen handelt es sich um Viersystemfahrzeuge, die unter anderem für den grenzüberschreitenden Verkehr eingesetzt werden sollen. Unter anderem wird dabei an Verkehr über die Grenzen zu Frankreich, Belgien und auch Großbritanien gedacht. Bei einer Wechselstromzufuhr kann der Velaro D erheblich höhere Leistungen erzielen, als bei Gleichstromzufuhr. So liegt die zugelassene Höchstgeschwindigkeit der Züge unter Wechselstrom bei 320, unter Gleichstrom aber nur bei 220 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit, die der Velaro D bei einer Testfahrt 2011 erreichte, betrug 352 km/h. Nicht nur durch sein Äußerliches setzen sich die 407er von den vorhergehenden Modellen der ICE-Flotte ab. Auch in der Inneneinrichtung lassen sich einige Unterschiede finden. Die zwei auffälligsten sind wohl, dass der Zug über die Möglichkeit zur Fahrradmitnahme verfügt und, dass es keine Abteile gibt. Der Zug setzt sich ausschließlich aus Großraumwagen und einem Bordbistro zusammen. Die Fahrgastkapazitäten sind gegenüber dem ICE 3 höher. Platz wurde zum Beispiel durch Neuanordnung der Geräteschränke gewonnen.  

Bild oben: Dieser Velaro D (Nummer nicht bekannt) hat soeben den Rhein überquert und fährt in Kürze in den Mannheimer Hauptbahnhof ein. Ein auffälliger Unterschied zu allen anderen Modellen der ICE-Flotte sind die eckigen Fenster in den Türen, die bei ICE's in der Regel Ovalförmig sind.

Technische Daten
Höchstgeschwindigkeit

352 Km/h

(320 zugelassen)

Dauerleistung

8000 kW (Wechselstrom)

4200 kW (Gleichstrom)

Masse 495 t
Länge über Puffer 200,72 m

erstes Baujahr

2009 (Baubeginn)

2012 (Indienststellung)

Achsfolge Bo’Bo’+2’2’+Bo’Bo’+2’2’
+2’2’+Bo’Bo’+2’2’+Bo’Bo’

 

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