Nahverkehrsdieseltriebzug Baureihe 611

Mit den Triebwagen der Baureihe 610 beginnt 1992 bei der DB das Kapitel der Neigetechnik. Hierbei handelt es sich um die Möglichkeit, auf normalen Strecken mit nicht geneigten Kurven, schneller in die Kurven gehen zu können, da der Zug sich in die Kurve legt. Seit 1980 wird das System schon in Italien erfolgreich eingesetzt. Demzufolge wurden auch im 610er italienische FIAT-Neigetechnik-Systeme verbaut. Seit Dezember 2014 befinden sich offziell keine 610er mehr im Bestand der DB. Schon seit dem Jahr 1996 aber, wurden die Züge der Nachvolgebauereihe 611 in Dienst gestellt. Bei den 611ern entschied man sich für keine weitere Verwendung der Italienischen FIAT-Hydraulikneigetechnik. Die Entscheidung fiel zugunsten Deutscher elektrischer Neigetechnik, die sich allerdings nicht bewährte und später überhaupt nicht mehr zum Einsatz kam. Auch Anrisse im Fahrwerk führten dazu, dass den 611ern keine große Zukunft beschehrt wurde und die Lieferungszahl nachträglich auf 50 Exemplare begrenzt wurde. Zudem wurde die Entwicklung der Baureihe 612 in Auftrag gegeben. Bei dieser Entwicklungen, sollten die entstandenen Probleme aus der Welt geschafft werden.

Bild oben: 611 004 im Januar 2018 wenige Kilometer vor dem Ort Löffingen.

 

Technische Daten
Höchstgeschwindigkeit 160 Km/h
Leistung 2x 540 kW
Dienstmasse 116 t
Länge über Puffer 51,75 m

erstes Baujahr

1996
Achsen 2’B’+B’2’

 

www.lokdaten.de.to