Schmalspurige Tenderlokomotive 99 4011 (Lok 6-11)

Eigentlich ist es falsch diese Lokbaureihe hier als 99 4011 aufzuführen. Schließlich beschreibt diese Nummer eigentlich keine Lokbaureihe, sondern eine einzelne Lok. Dass es keine mit der 99 4011 verwandten Loks mit einer ähnlichen Bezeichnung gibt, ist darauf zurückzuführen, dass die Nummer 99 4011 eine reine Phantasienummer ist und es bei der Reichsbahn nie eine Lok dieses Typs unter einer Betriebsnummer wie dieser im Einsatz gegeben hat. Diese seltenen vierfach gekuppelten Heißdampf-Tenderloks ohne Laufräder wurden einst als Güterzuglokomotiven konzipiert und bei O&K gebaut. Dann wurden sie lange Zeit bei der Mansfelder Bergwerksbahn unter den Bezeichnungen "Lok 6" bis "Lok 11" eingesetzt. 2008 besorgte die Rügensche Bäderbahn für den Dampfbetrieb die "Lok 7" der Mansfelder Bergwerksbahn und nannte sie "99 4011". Eine weitere dieser 750 mm-Schmalspurmaschinen wird inzwischen im russischen Jekaterinburg im Museumsbetrieb eingesetzt. Natürlich fahren auch noch Lokomotiven dieser Reihe in Mansfeld auf der Bergwerksbahn im Museumsbetrieb, allerdings nicht regelmäßig. Die Lok fällt besonders durch ihren stark überhängenden Führerstand, einen klappbaren Übergang an der Lokfront und die wuchtige, kastige Erscheinung, die der Lok in Zusammenhang mit ihrer Leistung als Güterzuglokomotive auch den Beinamen "Der Panzer" einbrachte.

Bild oben: am 10.08.2015 war Lok 99 4011 zwischen Baabe und Sellin unterwegs.

Bild oben: Die 99 4011-5 im Einsatz auf Rügen. Gut zu sehen: Der Übergang an der Lokfront.

Bild unten: Die Lok im Profil. Gut erkennbar: Der Überhängende Führerstand

 

 

 

 

Technische Daten
Höchstgeschwindigkeit 35 Km/h
Leistung 330,97 kW
Masse 38 t
Länge über Puffer 9,04m

Baujahr

1931
Achsfolge D

Datenquelle: http://www.iks.hs-merseburg.de/mansfeld/menu/index-fahrzeuge.htm

 

 

www.lokdaten.de.to