Schmalspurige Tenderlokomotive 99 177-179 (früher 77-79)

Die Baureihe 99 177-179 stellt die Nachfolgebauart der Baureihe 99 73-76 dar. Nachdem 10 von 19 damals vorhandenen Lokomotiven der Baureihe 99 73-76 als Reparationsleistung in die Sowjetunion kamen und der Uranabbau in Sachsen vorangetrieben wurde, war der Bedarf nach leistungsfähigen Lokomotiven für die Gebirgsstrecken Sachsen nicht gedeckt, weswegen die Entwicklung dieser Nachfolgebauart ins Leben gerufen wurde. Dabei wurde baulich das meiste von den Vorgängern übernommen. Es entstand die stärkste Dampflokbauart auf schmaler Spur in Deutschland. Noch heute sind Lokomotiven dieser Bauart Deutschlandweit bei Museumsbahnen im Einsatz, zum Beispiel bei der Fichtelbergbahn in Sachsen, der Rügenschen Bäderbahn in Mecklenburg-Vorpommern und der Öchsle-Bahn in Baden-Württemberg.

Bild oben: Lok 99 1782-4 in Göhren auf Rügen im Profil. Die zweite und die vierte Achse verfügen über Räder mit geschwächten Spurkränzen. Die Treibachse in der Mitte weist überhaupt keine Spurkränze mehr auf. 1945 hatte man sich entschieden, bei den 99 73-76ern die Spurkränze an der Treibachse vollkommen zu entfernen. Diese Entwicklung wurde so übernommen.

Bild oben: Der "Bulle" 99 1784 ist, wie auch ihre Schwesterloks 99 1781 (Bild unten) und 1782, regelmäßig auf der Insel Rügen im Einsatz.

Bild unten: Lok 99 791 in ihrem eigentlichen Bestimmungsland: Sachsen. Sie steht in Radebeul als Anschauungsstück der Weißeritztalbahn.

Bild unten: 99 773 war am 14.02.2014 Tender voraus auf dem Weg von Oberwiesenthal nach Cranzahl.

 

Technische Daten
Höchstgeschwindigkeit 30 Km/h
Leistung 487,07 kW
Masse 52 t
Länge über Puffer 10,7 m

erstes Baujahr

1953
Achsfolge 1'E1'

 

www.lokdaten.de.to