Elektrische Personenzuglokomotive 120/120.2

Eine sehr erfolgreiche Lokbaureihe ist die Baureihe 120. In den 1970er Jahren hegte die DB den Gedanken, eine universal einsetzbare Elektrolok konzipieren zu lassen, in deren Entwicklung alle bisher gewonnenen Erfahrungen eingebracht werden können, sodass sich die guten Fähigkeiten vorhergehender Baureihen in einer Universallok vereinen. Das völlig neue an den 120ern: Erstmals wurden neuartige verschleißärmere Drehstrom-Asynchronmotoren verwendet. Der Wechselstrom aus der Oberleitung wird mithilfe von Umrichtern zu Drehstrom umgewandelt, der die Asynchron-Fahrmotoren antreibt. Später wurde auf der technologischen Basis und mit den aus der Entwicklung der 120er gewonnenen Erfahrungen der ICE-Experimental, der Vorgänger aller ICE-Triebzüge, entwickelt. Heutzutage beschränkt sich der Einsatz der 120er auf den Fernverkehr, also vor IC- und EC-Zügen. 2007 wurden jedoch acht Lokomotiven der Baureihe 120 einem geringfügigen Umbau unterzogen, mit dem Ziel, sie für den Regionalverkehr tauglich zu machen. Es entstand die Baureihe 120.2, deren technische Daten sich aber im Groben nicht von denen der regulären 120er unterscheiden.

Bild oben: 120 138-3 am 4. Oktober 2013 in Nürnberg am Haken eines IC-Steuerwagens.

Bild unten: Lok 120 201-9 (Baureihe 120.2) verkehrt täglich vor Regionalexpresszügen auf der strecke Rostock Hbf-Hamburg Hbf, wie diese Bild vom 9. 5. 2013 zeigt.

 

Bild oben: Eine unbekannte 120er zieht ihren IC am 15. Januar 2012 vorbei am Eisenbahnmuseum Koblenz Lützel.

Technische Daten

 
Höchstgeschwindigkeit 200 km/h
Leistung 5600 kW
Masse 83 t
Länge über Puffer 19,2 m

Baujahr

1987
Achsen 4

 

www.lokdaten.de.to